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BILDER DER JUNGSTÖRCHE DER BRUTEN 2008 BIS 2011

Unsere Jungstörche am Tag der Beringung

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Namen & Ring-Nummern

Die Beringung dient der längerfristigen Information, wo die Vögel wann, unter welchen Umständen und in welchem Zustand gesehen, beobachtet oder gefunden worden sind.

Aus emotionalen Gründen haben wir uns entschlossen, den Jungvögeln, nebst den offiziellen Ringen der Vogelwarte Sempach auch inoffizielle Namen zu geben.
Bei der ersten Brut Namen mit A bei der Zweiten mit B der Dritten mit C usw.

2008 erhielten unsere beiden Jungstörche folgende Namen und Ringe: Ali-Baba (Ring-Nr. SE559, rechts) und Adelheid (SE560, rechts).
Hierbei sei darauf hingewiesen, dass in geraden Jahren, die Ringe jeweils am rechten Bein, in ungeraden Jahren, am linken Bein angebracht werden. Heute macht man dies oberhalb des Fussgelenkes (für uns eher das Kniegelenk), also in der Mitte des Beins, damit man die Nummern auch ablesen kann, wenn die Tiere im Gras stehen. Früher wurden die Ringe mehrheitlich über den Zehengelenken, also um untersten Ende des Beins angebracht. Bei älteren Störchen sieht man das immer noch. Manchmal in Verbindung mit einem später angebrachten zweiten Ring in der Mitte des Beins.

2009 wurden Beatrix (Ring-Nr. SE800, alle links), Beatus (SE801), Bianca (SE802) und Bonifacius ((SE804) > s. auch Bonifacius 2009!) beringt und die genannten Namen vergeben.

2010 haben wir für die beiden die Namen Cynar und Campari ausgewählt. Sie erhielten die Ringe SG241 bzw. SG242 und tragen diese rechts.

2011 An einem ungemütlich regnerischen Morgen haben wir die diesjähringen Jungstörche, drei an der Zahl, beringt und haben Ihnen Namen gegeben. SG274 ist unsere Dutchess of Biel-Benken (auch Düschess oder Duchesse). Von ihr wird noch zu reden sein. SG275 nennen wir Darius und Daisy hat den Ring mit der Nummer SG276 erhalten. Und alle tragen (ungerades Jahr) den Ring natürlich links!

2012 haben wir die Ringnummern SG786 und SG787 sowie den Spezialring SG999 für den Senderstorch erhalten. Die Namen möchte ich, wenn möglich, erst definitiv zuteilen, wenn wir, auf Grund der genetischen Untersuchungen des Senderstorches wissen, ob es ein ER oder eine SIE ist. >>> Diesen Vorsatz konnten wir leider nicht ganz umsetzen, denn bei der Aufschaltung der Daten für den Senderstorch musste ein Name vergeben werden und die genetischen Daten waren noch länger nicht zu erwarten..
Unser Senderstroch (SG999) erhielt also den Namen ELVIS, die beiden anderen EARL (SG786) und ELLY (SG787).

2013 War klimatisch ein schwierges Jahr für Störche; fast in ganz Europa. So sind auch die Jungen unseres Brutpaares alle gestorben bevor sie flügge werden konnten.

2014 durften wir wiederum ein Trio beringen. HES SH605 (FLEURE), HES SH606 (FLOCKE, er erhielt auch einen Satellitensender!) und HES SH607 (FLO).
In diesem Jahr speziell ist die Tatsache, dass wir auch vom Nachwuchs von ELVIS Kenntnis genommen haben. In Kandern-Holzen hat er zwei Junge gross gezogen. Sie erhielten von den Deutschen die Ringe Nrn. DER AU515 und DER AU516 und von mir die Namen ELVIS Junior und ELVIRA. Immerhin sind es unsere 'Enkel-Störche'!
Zudem haben wir erfahren, dass ADELHEID (HES SE560, Jg. 2008) in Kürzell brütete und drei Junge aufgezogen hat. (>> s. Unsere 'Enkel-Störche')

2015 freuen wir uns wieder über zwei Junge. Am 19.06.15 erhielten sie Ring und Namen und Sender! GRAZIELLA, HES SH817 und GONZO, HES SH818. Beide haben sie einen Datenlogger (neueste Sendergeneration) erhalten.
Ausserdem haben wir die Kenntnisse der Brutorte vom Vorjahr von Adelheid und Elvis genutzt, um mit der Vogelwarte Radolfzell die Idee der Besenderung von "Enkelstörchen" in die Tat umzusetzen.
So wurden am 15. Juni zuerst in Kandern-Holzen die beiden Jungen von Elvis beringt. Es sind dies: ELISABETH, Ring DER AV347 und EMIL, Ring DER AV348 wobei EMIL ebenfalls einen Datenlogger erhielt.
Anschliessend durfte ich dabei sein als die beiden Jungen von Adelheid, in Kürzell beringt wurden. Es sind dies: ANTON, Ring DER AV859 und ALINA, Ring DER AV860. Hier erhielt ANTON den Sender. Auch er war der etwas Grössere und Frechere. Leider ist Anton bereits am 14.07.15 auf der Autobahn A5 tödlich verunfallt. Sein Sender wurde geborgen und kann, wenn er noch funktionsfähig ist, nächstes Jahr bei einem anderen Jungstorch wieder eingesetzt werden. Hoffentlich.

2016 war ein schwieriges Jahr, weil die Monate April bis Juli sehr regenreich waren. Trotzdem ist es Biel und Benken gelungen, auch 2016 ein Junges durchzubringen. Am 17.06.2016 wurde der Jungstorch beringt (HES SK 330, am rechten Bein), besendert (Datenlogger) und erhielt den Namen HUBERTUS. Erfreulicherweise hat er sich dann später aufgemacht und ist bis in den Süden von Mauretanien geflogen. Dort hat sich der Sender ein vorerst letztes Mal, am 15.10.2016 gemeldet.
Ausserdem haben wir in diesem Jahr auch wieder einen Enkelstorch, ein Junges von ADELHEID (HES SE 560, Jg. 2008) mit Namen ANGELA (DER AY 470), im badischen Kürzell besendert. Sie hat den Sender des zu Tode gekommenen EMIL (Jg. 2015, Junges von ELVIS (Jg. 2012)) erhalten. Deshalb wissen wir: sie ist zurzeit (Dez. 2016) in Südspanien, zwischen Cadiz und Gibraltar unterwegs (Delta des Rio Guadalquivir).

Falls Sie also irgendwo Störche beobachten, sollten Sie versuchen den Ring abzulesen und zu beschreiben wo der Ring sitzt (über dem Fuss, über dem Knie, links/rechts und welche Machart (Kunststoff/Aluminium) oder Farbe Ring und Schrift haben.
Oder noch besser, lesbar zu fotografieren und, ganz wichtig, den genauen Beobachtungsort zu definieren. Zudem ist wichtig zu wissen in welchem Zusammenhang Sie den Storch beobachtet haben: Futtersuche auf Abfallhalde, Horst mit drei Jungen; auf dem dem Dach des Pfarrhaueses von ... etc.
Mit diesen Information können wir herausfinden woher das beobachtete Tier kommt, wie alt es ist und wo es schon gesichtet wurde. So erfahren auch Sie mehr über den/die beobachteten Vögel.

So wissen wir zum Beispiel durch gemeldete Sichtungen, dass Ali-Baba im Mai 2009 im zürcherischen Neeracher Ried (ausgerecht bei den Zürchern! J) gesehen wurde. Wähend Adelheid, böse Zungen behaupten: "Kein Wunder bei diesem Namen!", im deutschen Steinach (zwischen Freiburg und Offenburg) gesehen wurde. Beide kehrten also nach der Winterreise in die erweiterte Umgebung (+/- 100 km) zurück.
Weitere Sichtungsbeispiele finden Sie unter Warum beringen?

Sie können also selber und aktiv dazu beitragen, das Wissen um die Störche zu erweitern in dem Sie genau hinsehen, präzise beschreiben oder gezoomt fotografieren und unbedingt melden. Bei mir info@stoerche.ch oder ring@vogelwarte.ch . Viel Spass & Danke.



Ringe lesen

Hier sehen Sie als Beispiele: einen neuen Schweizer-Ring (SE563), den Ring eines Deutschen (schwarz, A5628 - aus Radolfszell Böhringen/D, Jg. 2006; sie ist einer unserer Brutvögel, vermutlich das Weibchen) und eines Franzosen (weiss, BARP - aus Raedersdorf, Jg. 2009; gesichtet in Oberwil 51 Tage nach Beringung).




 

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