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 DAS JAHR 2011
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Senderstörche 2011

SENDERSTÖRCHE 2011

Senderstörche 2011: Reise bis nach AFRIKA

Aussergewöhnlich früh, schon am 26.04.2011 konnte das erste geschlüpfte Junge fotografiert werden. Letztlich ist ein gesundes Trio daraus geworden.

Und dies, trotz der grossen Trockenheit im Mai und den daraus folgenden Schwierigeiten bei der Futtersuche.
Dass dieser Bruterfolg nicht selbstverständlich ist, zeigen die vielen Verluste an Jungstörchen in anderen Horsten.
50, 80 gar 100% Ausfall mussten dort leider hingenommen werden.

Umso erfreulicher, dass am 6. Juni vormittags, auf der Dorfkirche Biel-Benken, drei kräftige Junge beringt werden konnten.
Es ist dies die vierte aufeinanderfolgende, erfolgreiche Brut und es sind die Jungstörche Nrn. 9 bis 11 in der jüngeren Geschichte der Biel-Benkemer Störche.
Sie erhielten die folgenden Ringe und Namen: SG274 (Duchess of Biel-Benken), SG275 (Darius) und SG276 (Daisy).

Am 25. Juni 2011 habe ich erstmals beobachtet, dass Darius und Daisy ausgeflogen sind. Unsere 2011er Jungstörche sind damit flügge.
Sie kommen noch regelmässig auf den Horst zurück wo sie sich ausruhen und vor Feinden (z. B. dem Fuchs) sicher sind.
Vielleicht haben Sie Glück und Sie können die beiden, mit den Altvögeln, in der näheren Umgebung des Dorfes auf Futtersuche beobachten.

Düschess wurde am 7. Juli besendert und am 8. Juli mit vielen guten Wünschen und Hoffnungen in die Freiheit entlassen. Beides dokumentiert vom Schweizer Fernsehen.
Leider hatte Düschess aber nur ein sehr kurzes Leben, denn am 4. August haben wir sie tot aufgefunden. Todesursache bleibt unbekannt.
So können wir also nur die anderen vier Senderstörche via internet verfolgen.
Sämi z. Bsp. hat sich am 19. August definitiv auf in Süden gemacht. Ist schon zwei Tage später in Valence im Rhonetal.

Den Sender von Düschess werden wir nächstes Jahr einem anderen Jungstorch anlegen und dann hoffentlich doch noch einen fliegenden Biel-Benkemer Botschafter haben.

Die verbliebenen Senderstörche* - Dani, Bruno und Sämi sind alle in Spanien (s. www.projekt-storchenzug.com, Senderstörche).
Die Tagesleistungen während des Zuges betragen dabei jeweils zwischen 100 bis 200 km. Dazwischen liegen dann auch mal einige Tage wo sich die Vögel im gleichen Gebiet aufhalten. Orte wo es ihnen anscheinend gefällt und es genug Futter gibt.
Bruno ist dabei bisher (Stand 18.09.11) am Weitesten gezogen. Er hielt sich, zwischen dem 11. und 18. September, etwa 170 Kilometer südlich von Madrid am Rio Jabalón, ca. 4 km, südöstlich des Ortes Granátula de Calatrava auf (s. Karte auf folgendem Link: bruno-18-sept-2011.jpg ).

* Leider ist neben der verstorbenen Düchess, seit Ende August auch Amelios verschollen. Ob es 'nur' ein Problem des Senders ist oder ob dem Vogel etwas passiert ist, ist zurzeit noch unklar (20.09.2011).

7.10.2011 Zuerst Bruno und jetzt auch Sämi sind über die Meerenge von Gibraltar geflogen und auf ihrem Zug in Marokko angelangt.
Damit sind bereits 40% unserer Senderstörche auf dem afrikanischen Kontinent angekommen.
Mit Spannung dürfen wir die weitere Entwicklung ihres Zuges verfolgen.

14.10.2011 Sämi ist weiter über die Sahara gezogen, vorbei am 'Auge Afrikas' (vulgo 'Guelb-er-Richat') einem wunderschönen und eigenartigen Krater in Mauretanien, dessen Entstehung anscheinend ziemlich unklar ist. Der aber auch aus dem All so gut zu sehen ist, dass er den Astronauten als Orientierungshilfe diente. (Vielen Dank Herr Schulz für diese Information!).
Bruno ist leider "überfällig". Letzte Meldungen stammen vom 10.10.2011; bei Kénitra in Marokko. Wir hoffen, der Vogel/der Sender meldet sich wieder.
Dani schien es auf der Deponie und deren Umgebung, in der Nähe von Llerida zu gefallen. Erst am 10. Oktober ist er ein Stückchen weiter westwärts, in die Nähe von Zaragossa geflogen.

Leider hat sich die Hoffnung bezüglich Bruno nicht erfüllt. Wir müssen davon ausgehen, dass er in Marokko ums Leben gekommen ist.

Erfreulich aber die Entwicklung bei Sämi und auch Dani. Während Sämi bis in den Sengal geflogen ist, wo er sich an den Heuschreckenschärmen und den fliegenden Termiten gütlich tat, hat sich Dani immer auf den Mülldeponien in Spanien aufgehalten.
Besonders interessant ist die Tatsache, dass Sämi und Dani sich um den 6. Mai auf der gleichen Mülldeponie nahe Castellnou de Seana in Katalonien aufhalten. Diese Deponie ist bisher nicht als Rastplatz von Störchen in Erscheinung getreten.
Die vorerst letzten Daten stammen vom 15. Mai 2012, betreffen Dani und die Tatsache, dass er nur noch 15 km von der französischen Grenze entfernt ist. Sami war noch auf der Deponie.

Mehr zu unseren Störchen auch auf Seite Das Jahr 2011 oder Die Jungstörche oder Düschess 2011.




 

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